Ein Booklet zur Kosmetikserie, ein Gutschein für den nächsten Einkauf, eine Probe als Zugabe, dazu ein Aktionsetikett „Jetzt mit Gratis-Probe“: Solche Aktionen entstehen im Marketing oft innerhalb weniger Wochen, und die Verpackung muss mitziehen. Technisch ist das Einschrumpfen mit Beilage kein Sonderfall, sondern ein zusätzlicher Handgriff im selben Durchlauf. Ob die Aktion im Regal gut aussieht, entscheidet sich aber an der Reihenfolge der Schritte und an Details, die vor dem ersten Muster geklärt sein sollten. Dieser Ratgeber zeigt den Ablauf, die typischen Fehlerquellen und was der zusätzliche Aufwand kostet.
In welcher Reihenfolge laufen Beilage, Folie und Aktionsetikett?
Die Reihenfolge ist fast immer: Produkt ausrichten, Beilage auflegen, schweißen und schrumpfen, Folie abkühlen lassen, Aktionsetikett aufbringen, kontrollieren. Jeder Schritt hat seinen Prüfpunkt:
| Schritt | Was passiert | Prüfpunkt |
|---|---|---|
| 1. Produkt ausrichten | Vorderseite und EAN in die festgelegte Richtung | richtige Seite oben |
| 2. Beilage auflegen | Booklet, Gutschein oder Zugabe an die freigegebene Stelle | vollständig, richtig herum |
| 3. Schweißen | Produkt und Beilage gemeinsam in die Halbschlauchfolie | Beilage nicht in der Naht |
| 4. Schrumpfen | Tunnel bei 140–180 °C | Beilage liegt flach, nicht verrutscht |
| 5. Abkühlen | einige Sekunden auf dem Auslaufband | Folie handwarm |
| 6. Aktionsetikett | auf die Folie an der freigegebenen Stelle | gerade, blasenfrei, EAN frei |
Die Leistung im Überblick beschreibt die Seite Einschrumpfen mit Beilage und Aktionsetikett, das Format die Seite Set mit Beilage.
Wohin gehört die Beilage unter der Folie?
Die Beilage gehört auf die Rückseite, unter einen Kartonrücken oder in eine Vertiefung der Verpackung – nie über die EAN und nie über Pflichtangaben. Auf der Vorderseite verdeckt ein Booklet das Produktdesign, auf der Rückseite liegt es geschützt und wird beim Öffnen trotzdem gefunden. Wichtig ist die Größe: Die Beilage muss kleiner sein als die Fläche, auf der sie liegt, sonst steht sie über, die Folie spannt sich über ihre Ecken und reißt dort beim Schrumpfen. Bei Büchern und Spielen legen wir Beilagen oft direkt unter die Folie auf den Deckel; der Ratgeber Bücher, Kalender und Spiele einschrumpfen geht darauf näher ein.
Warum kommt das Aktionsetikett erst nach dem Schrumpfen?
Das Aktionsetikett kommt nach dem Schrumpfen, weil sich die Folie im Tunnel zusammenzieht und ein vorher aufgebrachtes Etikett dabei verzerren, wellen oder ablösen würde. Auf der abgekühlten, gespannten Folie haftet es dagegen glatt und sitzt genau an der freigegebenen Stelle. Die Alternative ist ein Etikett direkt auf dem Produkt unter der Folie: Es ist geschützt und kann nicht abgezogen werden, bleibt dann aber auch nach dem Ende der Aktion auf der Packung. Welche Variante passt, hängt davon ab, ob die Ware nach der Aktion noch regulär verkauft werden soll. Soll Ware ohne Folie mit Preisen oder Hinweisen versehen werden, gibt es dafür beim Hub ein eigenes Angebot: Etikettieren auf apool.de.
Welche Fehlerquellen sollten Sie vor dem Muster ausschließen?
Die meisten Probleme entstehen nicht an der Anlage, sondern an der Beilage selbst. Sechs Punkte, die Sie vor dem Musterlauf prüfen sollten:
- Thermopapier: Gutscheine oder Belege auf Thermopapier verfärben sich im Tunnel dunkel. Lassen Sie sie auf normalem Papier drucken oder testen Sie im Muster.
- Zu große Beilage: Überstehende Ecken führen zu Löchern in der Folie.
- Lose Beilage auf glatter Fläche: Ein dünnes Booklet rutscht auf einer lackierten Schachtel; eine Vertiefung oder ein Klebepunkt hält es.
- Sichtbarer Code: Rubbel- oder Gutschein-Codes sollten nach innen zeigen, damit sie im Regal nicht abgelesen werden können.
- Zugabe mit Flüssigkeit: Proben-Sachets vertragen die kurze Wärme meist, sollten aber im Muster geöffnet und geprüft werden.
- Etikett auf Naht oder Aufreißstreifen: Dort haftet es schlecht und behindert das Öffnen.
Welche Zugaben eignen sich nicht für die Schrumpffolie?
Nicht geeignet sind Zugaben, die spitz oder scharfkantig sind, die Wärme nicht vertragen oder die lose in der Hülle wandern würden. Ein Schlüsselanhänger mit Metallöse durchsticht die Folie, ein Schokoladentäfelchen wird im Tunnel weich, und ein loses Probenfläschchen rollt über die Packung und drückt Falten in die Folie. Solche Zugaben brauchen eine eigene Hülle, eine Aufnahme im Karton oder einen anderen Platz, zum Beispiel im Innern der Faltschachtel. Offene Lebensmittel legen wir grundsätzlich nicht unter die Folie; Zugaben aus dem Lebensmittelbereich müssen in einer geschlossenen Primärverpackung stecken. Im Zweifel entscheidet der Musterlauf, ob eine Zugabe mitlaufen kann.
Wie wird sichergestellt, dass keine Beilage fehlt?
Sichergestellt wird das durch einen Mengenabgleich vor dem Start, die Kontrolle in jeder Stichprobe und die 100 % Ausgangskontrolle. Beim Wareneingang zählen wir Produkte und Beilagen getrennt und melden Differenzen mit Foto, bevor die Serie beginnt – sonst fehlen am Ende Beilagen oder es bleiben Produkte übrig. In der Serie prüft die Schichtleitung alle 500 Stück, ob Beilage und Etikett vollständig und richtig liegen. Die Fotos des freigegebenen Musters stehen in der elektronischen Arbeitsanweisung am Arbeitsplatz, sodass jede Schicht dasselbe Bild vor Augen hat. Wenn Beilagen erst vorbereitet werden müssen – etwa Booklets falten oder Proben zu Paaren legen –, übernimmt das einer unserer Betriebe in Handarbeit, bevor die Ware nach Moravská Třebová geht.
Was kosten Beilage und Aktionsetikett zusätzlich?
Beilage und Aktionsetikett werden nach Zeit gerechnet: rund 5 Sekunden für eine Beilage und 6 Sekunden für ein Etikett zusätzlich zu den etwa 20 Sekunden des Einschrumpfens. Ein Beispiel: Eine Kosmetikmarke aus dem Raum Hamburg lässt 12.000 Faltschachteln mit Booklet und Aktionsetikett einschrumpfen. Mit 31 Sekunden je Stück sind das 103 Arbeitsstunden oder 1.705 € beim Rechnerstundensatz von 16,50 € – rund 14,2 ct je Stück für die Arbeit. Ohne Beilage und Etikett wären es 9,2 ct. Dazu kommen die Einrichtung (60 € – 180 €), gegebenenfalls der Folienzuschlag und der Transport. Richtwerte 2026 – unverbindlich. Ihr konkretes Angebot erhalten Sie nach Anfrage und Muster. Mit diesen Zusätzen liegen Einzelprodukte meist in der oberen Hälfte der Spanne von 12 ct bis 28 ct pro Packung. Wir sind nicht GMP-zertifiziert. Wir übernehmen Sekundärverpackung und Musterkonfektion nach Ihrer Vorgabe – mit digitaler Chargenführung und 100 % Ausgangskontrolle.
Welche Unterlagen braucht der Musterlauf?
Für den Musterlauf brauchen wir neben 5–10 Produkten auch die gleiche Anzahl Beilagen und Etiketten aus der Serie – keine Andrucke. Dazu eine Skizze oder ein Foto, wo Beilage und Etikett sitzen sollen, und die Angabe, ob das Etikett nach der Aktion entfernbar sein muss. Innerhalb von 2–5 Arbeitstagen erhalten Sie Fotos von Vorder- und Rückseite, Naht und Etikettlage. Den genauen Ablauf beschreibt der Ratgeber Musterlauf vor der Serie.
Wie geht es weiter?
Beschreiben Sie Ihre Aktion in der Anfrage: Produkt, Beilage, Etikett, Stückzahl und Aktionsstart. Elisabeth Zachová schickt Ihnen binnen 24 Stunden Angebot und Zeitplan; Eilaufträge auch am Wochenende und an Feiertagen sind möglich, wenn der Aktionsstart drängt. Eine erste Kostenschätzung mit Beilage und Etikett liefert der Schrumpfrechner, alle Preispositionen stehen unter Preise.