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Ratgeber · Einschrumpfen in Schrumpffolie

Musterlauf vor der Serie: Folie, Naht und Schrumpfbild freigeben – Schritt für Schritt

Vor jeder Serie schrumpfen wir 5–10 Muster in der vorgeschlagenen Folie ein und senden Ihnen Fotos von Naht, Ecken und Schrumpfbild; erst Ihre schriftliche Freigabe startet die Serie. Der Musterlauf dauert 2–5 Arbeitstage ab Eingang der Muster und wird nach Aufwand berechnet (Richtwert – Angebot nach Anfrage und Muster: 14,50 € bis 19,00 € pro Hallenstunde). Die Anleitung zeigt, was Sie schicken, was wir prüfen und woran Sie eine Freigabe festmachen.

Musterlauf vor der Serie: Folie, Naht und Schrumpfbild freigeben – Schritt für Schritt

Kurz gesagt

  • Umfang: 5–10 eingeschrumpfte Muster mit Fotos
  • Dauer: 2–5 Arbeitstage ab Mustereingang
  • Freigabe: Folientyp, Stärke, Nahtlage, Schrumpfbild, Beilage, Etikettposition
  • Danach: Fotos des Freigabemusters in der elektronischen Arbeitsanweisung
  • Kosten: nach Aufwand, Hallenstunde 14,50 € bis 19,00 € (Richtwert 2026)

Der teuerste Fehler beim Einschrumpfen ist eine Serie, die in der falschen Folie oder mit der falschen Nahtlage läuft – und erst beim Kunden auffällt. Deshalb beginnt bei uns jeder neue Artikel mit einem Musterlauf: 5–10 Packungen, eingeschrumpft unter Serienbedingungen, fotografiert und von Ihnen schriftlich freigegeben. Diese Anleitung beschreibt die sechs Schritte vom ersten Kontakt bis zum Serienstart, sagt, was Sie vorbereiten sollten, und zeigt, woran Sie eine Freigabe festmachen, damit die Serie später genau so aussieht wie das Muster.

Der Musterlauf legt verbindlich fest, wie die fertige Packung aussehen soll, bevor die Anlage für Tausende Stück eingerichtet wird. Er klärt fünf Fragen auf einmal: welche Folie, welche Stärke, wo die Naht liegt, wie straff das Schrumpfbild ist und wie Beilage oder Aktionsetikett sitzen. Gleichzeitig zeigt er uns, wie viele Sekunden die Packung an der Anlage braucht – die Grundlage für einen belastbaren Stückpreis. Ohne Musterlauf rechnen beide Seiten mit Annahmen; mit ihm gibt es ein Foto, auf das sich alle beziehen.

Schritt 1: Welche Angaben braucht die Anfrage?

Die Anfrage braucht Produkt, Maße, Gewicht, Stückzahl, Wunschtermin und Fotos der Ware. Je vollständiger diese Angaben sind, desto genauer wird schon der erste Folienvorschlag:

  • Maße L × B × H in Millimetern, beim Multipack für das fertige Bündel
  • Gewicht je Stück und empfindliche Stellen (Ecken, Veredelung, Fenster)
  • bisherige Folie, falls das Produkt schon einmal eingeschrumpft wurde
  • Beilage, Aktionsetikett oder Aufreißstreifen, falls gewünscht
  • Vorgaben Ihres Handelspartners an Verpackungseinheit und Karton

Elisabeth Zachová klärt offene Punkte am selben Tag; das Angebot folgt binnen 24 Stunden.

Schritt 2: Wie viele Muster sollten Sie schicken?

Schicken Sie 5–10 Stück aus der Serienproduktion und einige zusätzliche als Reserve. Die Reserve brauchen wir, wenn zwei Folienvarianten nebeneinander getestet werden oder ein Muster beim Einstellen verworfen wird. Wichtig ist, dass die Muster tatsächlich der Serie entsprechen: Ein Handmuster aus der Druckvorstufe hat oft andere Kanten, eine andere Kartonstärke oder einen anderen Lack als die Auflage. Beilage, Aktionsetikett und Tray gehören ebenfalls ins Musterpaket, wenn sie in der Serie mitlaufen.

Schritt 3: Wie wird die Folie ausgewählt?

Die Folie wählen wir nach Produktgewicht, Kanten und gewünschter Optik: POF 12, 15 und 19 µm für Einzelprodukte, Bücher und Kosmetik, PE 40–80 µm für Multipacks, Trays und Bündel. Dazu bestimmen wir die Breite der Halbschlauchfolie und die Lage der Siegelnaht. Sind zwei Folien denkbar – etwa 15 oder 19 µm –, schrumpfen wir beide ein und legen die Fotos nebeneinander. Die Unterschiede zwischen den Folienarten beschreibt ausführlich der Beitrag Folienwahl nach Produkt und Folienstärke

Schritt 4: Wie laufen die Muster durch die Anlage?

Die Muster laufen an der halbautomatischen Anlage oder am Handschweißgerät durch denselben Tunnel wie später die Serie, bei 140–180 °C. So sieht das Muster so aus, wie die Serie aussehen wird. Danach fotografieren wir jedes Muster aus festgelegten Blickwinkeln:

FotoWas es zeigtWorauf Sie achten
Sichtseite frontalGlanz, Falten, FischaugenDruck klar lesbar, keine Wellen
Naht im DetailLängs- und Quernahtgeschlossen, schmal, ohne Brandstelle
Ecken schrägFolienüberstandflach, keine Hundeohren
UnterseiteNahtlage, EANCode frei und lesbar
Beilage und EtikettLage unter bzw. auf der Folierichtige Stelle, gerade, vollständig
Stapel aus drei MusternStapelbarkeitliegt plan, kippt nicht

Die Fotos erhalten Sie per E-Mail, die Muster auf Wunsch per Paket – dann sehen Sie auch, wie sich die Folie anfühlt.

Schritt 5: Woran machen Sie die Freigabe fest?

Die Freigabe machen Sie an sechs Punkten fest: Folientyp, Stärke, Nahtlage, Schrumpfbild, Lage von Beilage und Etikett sowie Kartoninhalt. Schreiben Sie in Ihrer Freigabe-E-Mail ausdrücklich, welches Muster gilt, etwa „Muster 2, POF 15 µm, Naht unten“. Wünschen Sie Änderungen – straffer, weniger Folie an den Ecken, Etikett weiter links –, folgt eine zweite Runde mit neuen Fotos. Was ein gutes von einem mangelhaften Schrumpfbild unterscheidet, zeigt der Ratgeber Schrumpfbild beurteilen. Erst die schriftliche Freigabe startet die Serie; eine Zusage „ohne jede Abweichung“ ersetzt sie nicht.

Schritt 6: Was passiert nach der Freigabe?

Nach der Freigabe kommen die Fotos des freigegebenen Musters in die elektronische Arbeitsanweisung, und die Anlage wird darauf eingerichtet – Schweißrahmen, Tunneltemperatur, Bandgeschwindigkeit. Die ersten Packungen der Serie vergleicht die Schichtleitung mit dem Freigabemuster, danach alle 500 Stück in der Stichprobe. Wiederholt sich der Artikel später, entfällt in der Regel ein erneuter Musterlauf, solange Produkt und Folie gleich bleiben; die Einrichtung greift dann auf die gespeicherten Werte zurück. Ändert sich dagegen etwas am Produkt – ein neuer Lack, eine andere Kartonstärke, ein zusätzlicher Beileger –, schrumpfen wir vorsorglich wieder einige Muster ein und schicken Ihnen neue Fotos, bevor die Folgeserie startet.

Was verzögert eine Freigabe am häufigsten?

Am häufigsten verzögern fehlende oder falsche Muster die Freigabe, gefolgt von unklaren Vorgaben zur Optik. Typische Stolpersteine aus der Praxis:

  • Muster aus der Vorserie: Die Serie hat einen anderen Lack oder eine andere Kartonstärke, das Schrumpfbild weicht ab.
  • Beilage oder Etikett fehlen: Das Muster zeigt nur das Produkt, die Lage der Beilage bleibt ungeklärt.
  • Freigabe ohne Bezug: Eine E-Mail „passt so“ ohne Nennung des Musters lässt offen, welche Variante gilt.
  • Mehrere Entscheider: Marketing, Einkauf und Qualitätssicherung geben nacheinander frei – planen Sie dafür Zeit ein oder bündeln Sie die Rückmeldungen.

Wer diese Punkte vorab klärt, kommt meist mit einer einzigen Musterrunde aus.

Wie lange dauert der Musterlauf und was kostet er?

Der Musterlauf dauert 2–5 Arbeitstage ab Eingang der Muster und wird nach Aufwand berechnet: Die tatsächliche Zeit kostet 14,50 € bis 19,00 € pro Hallenstunde. Bei einem einfachen Produkt in einer Folie ist der Aufwand gering, zwei Folienvarianten, Beilage und Etikett brauchen entsprechend mehr Zeit. Richtwerte 2026 – unverbindlich. Ihr konkretes Angebot erhalten Sie nach Anfrage und Muster. Separat im Angebot steht die Einrichtung der Anlage für die Serie mit 60 € – 180 €. Kleine Serien von 50–5.000 Stück laufen oft direkt im Anschluss an der halbautomatischen Anlage – mehr unter Musterlauf und Kleinserie.

Wie geht es weiter?

Starten Sie mit der Anfrage: Maße, Fotos, Stückzahl und Termin genügen für den Anfang. Wir nennen Ihnen die Adresse für die Muster in Moravská Třebová und den Zeitplan bis zum Serienstart. Was die Serie danach je Stück kostet, zeigt der Schrumpfrechner; Für Rückfragen: Elisabeth Zachová, Telefon +420 604 373 376.

Aktualität

Zahlen dieses Beitrags (Preise, Sekunden, Folienstärken) mit Stand 25.09.2026. Richtwerte 2026 – unverbindlich. Ihr konkretes Angebot erhalten Sie nach Anfrage und Muster.

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